
Berlin war sowohl
Mekka der Lichtbildner & Lichtbildnerinnen
als auch Ausgangspunkt von deren Exil,
Flucht, Verfolgung, Ende oder/und Neuanfang
Buch- und Ausstellungsprojekt 2026
Lichtspuren Traces of Light
Traces of Light rekonstruiert Biografien von Lichtbildnern, ihre Netz(Werk)- und Arbeitszusammenhänge im Berlin der 1920er- und 1930er-Jahre, die durch Verfolgung, Enteignung und Krieg verloren gingen oder fragmentiert überliefert sind.
In den Blick rücken Fotografinnen und Fotografen wie Yva (Else Neuländer-Simon), das Atelier Binder, die Schwestern Jacobi, Erwin Blumenfeld, Ellen Auerbach, Madame d’Ora, Helmut Newton und Frieda Rieß ebenso wie weniger bekannte Ateliers, Assistentinnen, Schüler und Produktionsnetzwerke dieser für die Geschichte der Fotografie maßgeblichen Umbruchszeit.
Das Projekt verfolgt Bilder und Biografien zurück zu ihrem Entstehungsort: Berlin als Mekka der Lichtbildner; fragt nach Ateliers, Auftraggebern, Verlagen, Agenturen und rekonstruiert die Brüche in Werk, Wirken und Biografien ab 1933; Brüche, die Berlin zum Ausgangspunkt von Exil, Flucht, Tod und Vergessen ebenso wie von Neuanfang machten, da viele der genannten Protagonisten als „jüdische“ Künstler verfolgt wurden, emigrierten oder ermordet wurden.
Was ging durch den Bruch zwischen 1933 und 1945 verloren, was überlebte und durch welche Mechanismen und ikonografiepolitischen Strategien blieben bestimmte Werke nach 1945 sichtbar, während andere verschwanden. Auch das spätere Nachleben der Bilder – Aneignung, Kanonisierung, ästhetische Entpolitisierung, die Erinnerungskultur – ist Teil der Untersuchung.
Mitwirkung
Traces of Light arbeitet mit Archiven, Institutionen – und mit privaten Leihgebern, Sammlern und Unterstützern und Unterstützerinnen des Archivs.
Wenn Sie Fotografien, Negative, Publikationen, Korrespondenzen oder Erinnerungen aus Familienbesitz haben, die mit Berliner Ateliers, Fotografen und Fotografinnen oder Exilwegen verbunden sind, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.
Auch einzelne Bilder oder fragmentarische Hinweise können entscheidend sein.

